Decade of Healthy Ageing

Das Jahrzehnt des gesunden Alterns (2021–2030)

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum 2021–2030 zum Jahrzehnt des gesunden Alterns erklärt, und die WHO übernimmt in diesem Zusammenhang die Federführung bei den internationalen Maßnahmen zur Verbesserung des Lebens älterer Menschen, ihrer Familien und Gemeinschaften.

Dieses Jahrzehnt wird eine Reihe maßgeblicher Akteure zusammenführen, die gemeinsame Maßnahmen forcieren werden, um:

  • unsere Denk- und Sichtweise und unser Handeln in Bezug auf Alter und Alterung zu verändern;
  • Gemeinschaften derart zu entwickeln, dass die Fähigkeiten älterer Menschen gezielt gefördert werden;
  • integrierte personenzentrierte Angebote und Leistungen der primären Gesundheitsversorgung bereitzustellen, die altersgerecht sind; und
  • für hilfsbedürftige ältere Menschen Zugang zu Angeboten der Langzeitpflege zu schaffen.

Initiativen, die im Rahmen dieses Jahrzehnts ergriffen werden, werden sich um die Einbeziehung älterer Menschen bemühen, die ein wichtiges Element dieser Kooperation verschiedener maßgeblicher Akteure darstellen werden und vollständig in diese Kooperation eingebunden werden sollen.

COVID-19 und ältere Menschen

Auch wenn alle Altersgruppen durch COVID-19 gefährdet sind, sind ältere Menschen aufgrund der physiologischen Veränderungen im Alter und aufgrund von bestehenden Vorerkrankungen einem besonders hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt.

Menschen in der zweiten Lebenshälfte tragen die Hauptlast der COVID-19-Pandemie, die die Unzulänglichkeiten und Schwächen verschiedener Systeme offenbart hat, einschließlich des Gesundheitswesens, der Langzeitpflege und entsprechender Unterstützung, der sozialen Absicherung, der Finanzierung und des Informationsaustauschs.

Das Jahrzehnt des gesunden Alterns bietet die Chance für gemeinsame und nachhaltige Schwerpunkte, Investitionen und Maßnahmen zur Förderung des gesunden Alterns und zur Inangriffnahme von Faktoren, die sich auf den Gesundheitszustand älterer Menschen auswirken und zu ihrer erhöhten Anfälligkeit für schwere Erkrankungen beitragen.

Das Europäische Arbeitsprogramm und das Thema Altern

Das Jahrzehnt des gesunden Alterns erinnert uns daran, bei der Ausarbeitung von Aktivitäten in Einklang mit dem Europäischen Arbeitsprogramm sowohl die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen als auch die mit dem Altern einhergehenden Chancen zu berücksichtigen:

  • die allmähliche Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung macht Überlegungen zum Alter und zu den besonderen Bedürfnissen älterer Menschen erforderlich;
  • um die Menschen wirksamer vor gesundheitlichen Notlagen zu schützen, müssen wir sicherstellen, dass ältere Menschen und andere möglicherweise gefährdete Gruppen nicht auf der Strecke bleiben;
  • und zu guter Letzt weisen viele der zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ergriffenen Maßnahmen, die ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern, bis in die ältesten Altersgruppen eine hohe Wirksamkeit auf.

Ressortübergreifende Maßnahmen verschiedener maßgeblicher Akteure unter Federführung der WHO

Die WHO wird hierbei die Federführung übernehmen, in enger Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen und ihrer regionalen Kommissionen, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, dem Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, UN-Habitat, UN Women, der Weltbank und anderen maßgeblichen nationalen, internationalen und regionalen Organisationen.

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