Asien und die Pazifikregion fordern die Integration von Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge

Integrierte Ansätze, die die Anpassung an den Klimawandel und die Verringerung des Katastrophenrisikos zusammenbringen, sind der Schlüssel zum Aufbau von Widerstandsfähigkeit. Dies war die Botschaft der Asien-Pazifik-Klimawoche, die am 6. September 2019 in Bangkok, Thailand, zu Ende ging. In dem Abschlussdokument der Klimawoche wurde ferner darauf hingewiesen, dass eine „grundlegende Änderung der Denkweise von wesentlicher Bedeutung“ für den transformativen Wandel ist, um langfristige Resilienz zu erreichen.

Die asiatisch-pazifische Klimawoche war der letzte regionale Vorläufer des globalen UN-Klimagipfels, der vom Generalsekretär der Vereinten Nationen einberufen wurde und am 23. September in New York stattfinden wird.

Das Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (UNDRR) und seine Partner koordinierten den Themenblock Resilienz and Adaptation der Klimawoche, einschließlich der Leitsitzung zu diesem Thema.

Im Laufe der Klimawoche wurde mehrfach gefordert, den Ausbau der Widerstandsfähigkeit in der Region zu beschleunigen, um den zunehmenden Katastrophenrisiken infolge des heutigen Klimanotfalls entgegenzuwirken. Die asiatisch-pazifische Region ist bereits heute eine der am stärksten von Katastrophen betroffenen Regionen der Welt, und viele ihrer Risikotreiber wie ungeplante Urbanisierung, Umweltzerstörung und wachsende Ungleichheiten nehmen zu. Daher muss die Region eine klimasensitive, risikobewusste Entwicklung einleiten, wenn sie das Wirtschaftswachstum aufrechterhalten und die Katastrophengefahr verringern will.

Um diesen Konsens in praktische Maßnahmen umzusetzen, erarbeiteten die Teilnehmenden Empfehlungen zu Themen wie kohärente Planung, Frühwarnsysteme mit mehreren Gefahren, dem Zusammenhang zwischen Land, Wasser und Nahrungsmitteln, der Verringerung der Gefährdung sowie dem Aufbau von Kapazitäten und Instrumenten.

Über alle thematischen Themen hinweg waren sich die Teilnehmenden einig, dass „die lokalen Gemeinschaften im Mittelpunkt der Anpassung an den Klimawandel und der Reduzierung des Katastrophenrisikos stehen müssen“. Die Teilnehmenden identifizierten ferner die Integration der Reduzierung des Katastrophenrisikos in die nationalen Anpassungspläne und die Verwendung von Klimainformationen zur Stärkung von nationalen und lokalen Reduktionsplänen des Katastrophenrisikos als Schlüsselchancen. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Erkenntnissen, Daten, Kenntnissen und Ressourcen wurde als wesentlich für die Gewährleistung dieser Integration angesehen.

Zum Abschluss der Sitzung forderte Loretta Hieber Girardet, Leiterin des UNDRR-Regionalbüros für Asien und den Pazifik, Regierungen und Organisationen auf, dafür zu sorgen, dass der Region die Chance auf Wohlstand aufgrund von Katastrophen und Klimawandel nicht verwehrt wird.

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