"Tag der Kippa in Bonn": Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Auf dem Bonner Marktplatz sind am Nachmittag gut 600 Menschen zum „Tag der Kippa“ zusammengekommen. Als Zeichen der Solidarität trug ein Großteil der versammelten Menschen eine Kippa.

Ein jüdischer Wissenschaftler aus den USA war am Mittwoch letzter Woche von einem Mann in Bonn auf seine Kopfbedeckung angesprochen und beleidigt worden.

Bei der Veranstaltung auf dem Marktplatz betonte Martin Frick, Senior-Direktor des UN-Klimasekretariats (UNFCCC): „Der Slogan der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung lautet: ‚Niemanden zurücklassen.‘ Und das heißt auch, niemanden im Stich zu lassen, der Opfer von Übergriffen, von Rassismus oder von Antisemitismus wird.”

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan sagte: „Bonn ist eine Stadt, die sich nicht gefallen lässt, wenn Antisemitismus auf ihrem Boden gezeigt wird, und ohne zu zögern Initiative ergreift.“

 „Je stärker dieser Judenhass zum Vorschein kommt, desto mehr ist unsere Demokratie in Gefahr”, betont Margaret Traub, Vorsitzende der Synagogengemeinde Bonn. „Die Jagd auf Juden ist nur der Anfang. Dann ist es nicht mehr weit bis andere Minderheiten ausgegrenzt werden.“

Kippa Day

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