Rückblick: Diskussion zu nachhaltiger Entwicklung in Bonn

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Das UNSSC Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung und die Stadt Bonn haben eine offenen Diskussionsveranstaltung organisiert. Zum Thema “Bringing the 2030 Agenda to Life: Brokering Consensus for Sustainable Development at the Global, National, and City Level” diskutierten gestern Experten im Alten Rathaus in Bonn. 

Zu Wort kam dabei unter anderem David Donoghue, der frühere irische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland und einer der wichtigsten Verhandlungsführer der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. "Wir müssen die politische Dynamik beibehalten", forderte er. "Das ist genauso wichtig, wie Wege zu finden, die Agenda besser zu kommunizieren." Laut Donoghue ist die aktuelle Stimmungslage nicht mehr so gut wie noch einige Jahre zuvor, aber die meisten Regierungen engagieren sich noch immer stark für die SDGs. Eine wichtige Rolle spiele auch „positiver Wettbewerb und Motivation zwischen Staaten", die sich so gegenseitig ermutigen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen.

Auch Malini Mehra nahm an der Podiumsdiskussion teil. Sie ist CEO von GLOBE International und Mitglied der London Sustainable Development Commission. Mehra wies darauf hin, dass Sprachbarrieren noch immer eine Herausforderung beim Vermitteln der Ziele seien. Im Allgemeinen kämen die globalen Ziele aber bei den Menschen an, weil die Ziele sich von ihren nationalen Angelegenheiten abheben. Mehra forderte auch die Sustainable Development Goals in nationalen Bildungsssystemen zu verankern, da junge Menschen schließlich Motor zukünftiger Entwicklung sind.

Monika Zimmermann fügte der Diskussion noch eine zivilgesellschaftliche Perspektive hinzu. Sie ist stellvertretende Generalsekretärin beim International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI). Ihr zufolge ist es „nicht so problematisch, wenn die Menschen den Begriff ‚SDG‘ nicht verstehen, aber es ist wichtig, dass sie die Vorstellungen, Werte und Prinzipien hinter den SDG-Zielen verstehen". ICLEI arbeitet weltweit mit Städten zusammen, um diese dabei zu unterstützen, nachhaltig, kohlenstoffarm, widerstandsfähig, ecomobil, artenreich, ressourceneffizient und produktiv zu werden. Während der Diskussion unterstrich Zimmermann die Vernetzung der Ziele. „Die Sustainable Development Goals sagen uns nicht wirklich etwas, was wir vorher nicht wussten, aber sie zeigen, wie sämtliche Aspekte miteinander verbunden sind. Und dass eine Herausforderung nicht gelöst werden kann, ohne die anderen zu berücksichtigen.“
 

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