Studierende der UN-Universität simulieren realitätsnahe Entscheidungen zur Migrationspolitik

Fünf Studierende des International Joint Master's Programme in Geography of Environmental Risks and Human Security nahmen kürzlich am NASPAA-Batten Simulationswettbewerb teil, bei dem sie ihre politischen Fähigkeiten anhand von realen Datensimulationen zum Thema Migration testen konnten.

Zwangsmigration und Flüchtlingsfragen sind ein internationales Problem, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen werden aufgrund von Konflikten und/oder Katastrophen vertrieben.

Nationale Migrationspolicies oder andere Maßnahmen können ein Land in vielerlei Hinsicht drastisch beeinträchtigen: Staatshaushalt und -verschuldung, Bruttoinlandsprodukt (BIP), Bevölkerung und Beschäftigungsquote, Sicherheit, Menschenrechtsindex usw.

Noch komplexer an der nationalen Politik ist jedoch die Tatsache, dass die Politik eines Landes auch große Auswirkungen auf seine Nachbarländer haben kann; in den meisten Fällen können nationale Policies in der gesamten Region einen Schmetterlingseffekt haben, dessen Auswirkungen weit und breit zu spüren sind.

Dies waren einige der komplexen Herausforderungen, vor denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des NASPAA-Batten Simulationswettbewerbs standen, der kürzlich im UNU-MERIT, einem Schwesterinstitut von UNU-EHS, stattfand. Acht weitere Teams von Studierenden aus Programmen für Public Policy europäischer Universitäten versammelten sich, um ihre politischen Fähigkeiten mit Hilfe einer Simulationssoftware zu testen. Diese ermöglichte es ihnen, Entscheidungen mit Hilfe von Daten aus realen Ländern zu treffen.

Irfan Ullah, einer der Master-Studierenden des UNU-EHS-Masterprogramms, konnte die migrationspolitischen Fragen mit den von ihm studierten Klimafragen verbinden. "Wir wissen, dass es in Zukunft aufgrund des Klimawandels viel Migration geben wird. Diese Art der Simulation kann einem also eine Vorstellung davon vermitteln, wie diese politischen Prozesse für die Migration in der Zukunft gesteuert werden können. Ich bin zuversichtlich, dass ich neue innovative Ideen zur Steuerung des Zustroms von Migranten entwickelt habe."

Der UNU-EHS-Masterstudiengang, der gemeinsam mit dem Geographischen Institut der Universität Bonn angeboten wird, ist ein zweijähriges Programm, das sich auf Umweltrisiken, Verletzlichkeit und Anpassung, Urbanisierung und Klimawandel konzentriert.

Mehr über das Programm erfahren Sie hier.

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