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Die Impfung gegen Masern nimmt angesichts der Anhaltenden Masernausbrüche in Europa zu

Die Europäische Region der WHO erreichte 2018 mit der zweiten Impfdosis gegen Masern eine routinemäßige Impfrate von 91%. Laut heute veröffentlichten Schätzungen zum nationalen Impfschutz is es das zweite Jahr in Folge, in dem die Impfrate laut des WHO-Kinderhilfswerks UNICEF ein Rekordhoch in der Region erreicht hat. Immer mehr Eltern wählen Impfungen als sicherste Methode, um ihre Kinder vor schweren, durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten, zu schützen.

Einer der Gründe für eine verstärkte Impfrate könnte das Wiederaufleben der Masern in Europa und weltweit in den letzten zwei Jahren gewesen sein. Der dramatische Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren war ein Anzeichen dafür, dass die Krankheit schwerwiegend und hoch ansteckend ist und ein anhaltendes Gesundheitsrisiko für jedes anfällige Kind oder Erwachsenen darstellt, unabhängig davon, wo sie leben.

Nach einer Risikobewertung der Situation, und im Einklang mit dem WHO-Notfallreaktionsrahmen (EFF), aktivierte die WHO am 6. Mai 2019 eine Notfallreaktion der Stufe 2 für den Masernkreislauf in Europa. Das Bewertungsverfahren der WHO für Notfälle ist ein im EFF festgelegtes internes Verfahren, das die Organisation über Umfang, Komplexität und mögliche Dauer der erforderlichen Reaktion informiert. Es schärft das Profil des Notfalls innerhalb der WHO sowie in den Mitgliedstaaten und ermöglicht der WHO, die erforderlichen technischen, finanziellen und personellen Ressourcen zur Unterstützung der betroffenen Länder zu mobilisieren.

Das Wiederaufleben der Masern in Europa ist darauf zurückzuführen, dass sich im Laufe der Zeit anfällige Personen in Gemeinden und Ländern mit suboptimaler Impfdeckung angesammelt haben. Die Folgen dieser Deckungslücken haben Einzelpersonen, Familien, Gemeinden und Gesundheitssysteme schwer und manchmal tragisch belastet.

Da Masern außergewöhnlich ansteckend sind, wird es in Europa weiterhin einen Zyklus von Masernausbrüchen geben, bis die Bedingungen für die Beseitigung der Krankheit – nämlich eine Impfrate von über 95% – in jeder Gemeinde und in jedem Land erfüllt sind.

Das WHO-Regionalbüro für Europa wird weiterhin mit allen Ländern in der Region zusammenarbeiten, um auf Masernausbrüche zu reagieren und die Immunisierungs- und Krankheitsüberwachungssysteme zu verbessern. Dies steht im Einklang mit den Strategien zur Beseitigung von Masern und Röteln, die im Europäischen Impfstoffaktionsplan 2015 bis 2020 aufgeführt sind, der von allen 53 Mitgliedstaaten verabschiedet wurde.

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