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Das Dengue-Fieber-Prognosesystem nutzt Erdbeobachtungsdaten

Dengue-Fieber ist eine durch Mücken übertragene Virusinfektion. „Heute ist die Krankheit in 141 Ländern endemisch und betrifft 390 Millionen Menschen. Die weltweiten jährlichen Kosten werden auf fast 9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der Fälle von Dengue-Fieber in Vietnam um über 100% zugenommen, und es gibt derzeit kein System zur Vorhersage künftiger Ausbrüche von Dengue-Fieber“ laut einem Space for Development Artikel. Aufgrund der Fähigkeit wichtige Erkenntnisse über Regenfälle, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenfeuchtigkeit zu gewinnen, könnten Erdbeobachtungssatelliten einen Weg ermöglichen, Frühwarnzeichen der Krankheit zu erkennen. 

Um die Prävalenz von Dengue-Fieber-Fällen in Vietnam zu senken, leitet HR Wallingford im Rahmen des International Partnership Program (IPP) der britischen Weltraumorganisation ein Projekt zur Vorhersage von Dengue-Fieber-Ausbrüchen mithilfe von Erdbeobachtungssatelliten. Das als „Dengue-Mückensimulation von Satelliten“ (D-MOSS) bezeichnete Projekt umfasst die Integration und Analyse von Erdbeobachtungsdatensätzen, Wettervorhersagen und ein hydrologisches Modell, um die Wahrscheinlichkeit von Dengue-Fieber-Ausbrüchen bis zu acht Monaten vor ihrem Auftreten vorherzusagen. Die Erdbeobachtungsdaten umfassen neben den Sentinel-Missionsdaten auch historische Daten und die saisonalen Vorhersagen des britischen Met Office, darunter optische und Radar-Erdbeobachtungsdaten von GPM (NASA / JAXA), Sentinel und SMOS (ESA), SMAP, Aqua und Terra (NASA), die Informationen zu Niederschlägen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenfeuchtigkeit liefern.

Ziel ist es, diese Informationen so zu analysieren und zu verarbeiten, dass die örtlichen Gemeinden in Vietnam sie nutzen können, um vorbeugende Maßnahmen wie die Beseitigung von Mückenherden zu konzipieren und umzusetzen. Im Rahmen des D-MOSS-Systems wird laut IPP-Bericht „jeden Monat eine neue Prognose für jeden Distrikt erstellt und bei Ausbrüchen wird die Prognose wöchentlich erstellt.“ D-MOSS ist ein dreijähriges Projekt, das im Februar 2018 begonnen hat und im Februar 2021 endet. Nach Fertigstellung wird „D-MOSS das erste vollständig integrierte Dengue-Fieber-Prognosesystem sein, das Erdbeobachtungsdaten und saisonale Klimavorhersagen enthält, um Dengue-Warnungen routinemäßig auszugeben“, so Space for Development

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