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UN-Entwicklungsakteure drängen darauf, Reformen umzusetzen

UN-Vorsitzende und nationalen Partner müssen eine Reihe entscheidener Schritte unternehmen, um Länder bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 wirksam zu unterstützen.

Das Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen organisierte kürzlich einen Kurs für Führungskräfte von Länderteams der Vereinten Nationen. Teilnehmende wiesen darauf hin, dass UN-Vorsitzende und nationale Partner eine Reihe entscheidener Schritte unternehmen müssen, um die Länder wirksam bei dem Erreichen der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis 2030 zu unterstützen.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Kursteilnehmenden eine verstärkte Befürwortung und strategische Kommunikation der SDGs, eine Änderung der Denkweise sowie der Verhaltensweisen hin zu einer kollaborativen Führung und effektivere Ansätze zur Finanzierung der SDGs.

Diese Bemühungen sollen die Reform des UN-Entwicklungssystems unterstützen, um sicherzustellen, dass die Agenda 2030 und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) umzusetzt werden.

"Als System müssen wir uns auf die nationalen Prioritäten konzentrieren, damit auf der Länderebene eine kohärente Strategie der Vereinten Nationen entwickelt wird", sagten die Kursteilnehmer. Sie setzten sich aus in über 15 verschiedenen Ländern tätigen Führungskräften von UN-Organisationen zusammen.

„Dies setzt voraus, dass alle Organisationen ihr kollektives Werteversprechen formulieren und genau wissen, wie sie sich mit ihren spezifischen Programmen in die Gesamterzählung einfügen. Gleichzeitig müssen sie herausfinden, wie andere Akteure, deren Fachwissen, Kapazitäten und Ressourcen erforderlich sind, am besten einbezogen werden können, um nachhaltige Entwicklung in einem Land, über die Grenzen hinweg und im Laufe der Zeit zu fördern“, sagten die Teilnehmer.

Um eine Änderung der Denkweise zu fördern, erklärten sich die Teilnehmer einverstanden, sich darum zu bemühen, „den besten Antworten, die gemeinsam erzielt werden können, übergeordnete Priorität einzuräumen, um Fortschritte bei den nationalen Prioritäten zu erzielen und die förderlichste Kombination von Einheiten und Programmen zu ermitteln, die voraussichtlich die wirkungsvollsten Ergebnisse herbeiführen wird“. Um dies zu verwirklichen, betonten die Teilnehmer, sollte ein Prozentsatz der Haushaltsmittel für nachhaltige Entwicklung gemeinsamen Programmen gewidmet werden.

Um die Billionen zu mobilisieren, die zur Finanzierung für die Erreichung der SDGs erforderlich sind, muss das UN-System zunehmend eine Rolle bei dem Einsatz zusätzlicher Finanzströme für nachhaltige Entwicklungsergebnisse spielen, erklärten die Kursteilnehmer. "Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, Investmentfonds und anderen Akteuren, um Anreize für Innovation, Unternehmertum und Investitionen in Themen, Initiativen, Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die das Wohlergehen des Menschen für alle innerhalb der Grenzen der Erde verbessern können."

Der oben genannte Kurs, an dem UN-Mitarbeiter teilnahmen, fand unter den Titel „UN Country Team Leadership Course“ am 7. und 11. Oktober statt. Für die nächste Ausgabe, die vom 11. bis 15. Mai 2020 stattfinden wird, können sich Interessierte bereits registrieren. Aufbauend auf dem Neupositionierungsprozess des UN-Entwicklungssystems wird dieses fünftägige Programm die Fähigkeiten und Fertigkeiten stärken, die UN-Vorsitzende benötigen, um die nationale und transformative Agenda 2030 voranzutreiben. Insbesondere in die Bereiche integrierte politische Unterstützung, Systemdenken und Strategie Kommunikation und kollaborative Führung sollen näher gebracht werden.

Ein exklusives Feature des Programms konzentriert sich auf das Erfahrungslernen durch einen Besuch vor Ort und demonstriert die reale Vernetzung der fünf Bereiche: Menschen, Planet, Wohlstand, Partnerschaft und Frieden. Darüber hinaus erhalten die Kursteilnehmer ein wirkungsvolles professionelles und personalisiertes Medientraining in den Studios des deutschen Auslandsrundfunks Deutsche Welle.

 

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