Klimawandel, Migration und internationale Gerechtigkeit

Durch den Klimawandel ausgelöste Umweltkatastrophen betreffen Länder weltweit: Jedes Jahr müssen etwa 25 Millionen Menschen ihretwegen ihre Heimat verlassen. Die Lage ist besonders auf den kleinen, weniger entwickelten Inselstaaten im Pazifik (Pacific Small Island Developing States, SIDS) kritisch, wo sowohl die Lebensgrundlagen der Menschen, als auch die physische Integrität der Inseln durch den steigenden Meeresspiegel, Überschwemmungen und veränderte Niederschlagsmuster gefährdet sind. Innovative Lösungsansätze wie „Klimapässe“ sind nötig, um es den Menschen zu ermöglichen, in Würde zu migrieren.

„Viele können nicht auswandern, weil ihnen die finanziellen Mittel oder die Genehmigung in Form eines Visums fehlen“, sagte Dr. Robert Oakes, der führende Migrationsexperte des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit der United Nations University (UNU-EHS) bei der Klimakonferenz COP24 in Kattowitz. Angesichts der eingeschränkten Möglichkeiten werden viele Menschen von kleineren auf größere Inseln ziehen, wo es zu Problemen mit begrenzten Ressourcen wie Trinkwasser und Land kommen könnte. Eine Lösung hierfür könnte eine Art„Klimapass“ sein, der Klimamigranten Bürgerrechte in sicheren Ländern garantiert.

„Da die Lage für SIDS sehr dringlich ist, jedoch nur eine relativ kleine Zahl Menschen davon betroffen ist, wäre es eine realistische Lösung, diesen Menschen das Recht auszusprechen, sich andernorts ein erfülltes und nachhaltiges Leben aufzubauen. Die Länder, die die größte Verantwortung für den Klimawandel tragen, sollten den Trägern von „Klimapässen“ als Empfängerländer die Türen öffnen“, so Professor Messner, Direktor von UNU-EHS. „Dieser Plan würde für eine Art Klimagerechtigkeit sorgen. So könnte der „Klimapass“ ein Zeichen der Menschlichkeit werden.“

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