Die Ozon-Schicht erneuert sich

Die Ozon-Schicht erneuert sich stetig. Ein neuer Bericht der UN, der am Montag erschien, zeigt, dass die Konzentration der Stoffe, die die Ozonschicht schädigen, weiter abnimmt. Somit hat sich der Zustand der Ozonschicht seit der letzten Messung 2014 verbessert. Die Ozonwerte in der Stratosphäre haben sich seit dem Jahr 2000 zu jährlichen ein bis drei Prozent erholt. Berechnungen zufolge sollte sich die nördliche Hemisphäre demnach bis 2030 vollständig erneuert haben, die südliche bis 2050 und die Polarregionen bis 2060.

Die Erkenntnisse der Studie „Scientific Assessment of Ozone Depletion: 2018“ werden als Beweis dafür gesehen, dass globale Abkommen wie das Montreal-Protokoll mit dem Kigali-Zusatz, welche die internationale Antwort auf den Ozonrückgang koordinieren, erfolgreich sein können. Erik Solheim, der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sagte: „Das Montreal-Protokoll ist aus gutem Grund eines der erfolgreichsten multilateralen Abkommen der Geschichte.“

Die Ergebnisse der Studie stellen außerdem eine Inspiration für eine zielgerichtete Klimapolitik dar, die den katastrophalen globalen Temperaturanstieg stoppen soll. Erst vor einem Monat hatte der Weltklimarat (IPCC) einen Bericht über die verheerenden Folgen des Temperaturanstiegs um 2°C verglichen mit vorindustriellen Werten veröffentlicht, den UN-Generalsekretär António Guterres als „markerschütternden Weckruf“ bezeichnet hatte. Die Erkenntnisse des Ozon-Berichts spenden nun neue Hoffnung.

Die Verfasser des Berichts stellen fest, dass die globale Gemeinschaft bis zu 0,4 Prozent der Erderwärmung in diesem Jahrhundert verhindern könnte, wenn der Kigali-Zusatz, welcher das Verbot ozonschädigender Stoffe vorsieht, vollständig umgesetzt würde. Die Implementierung des Abkommens sei daher essentiell, um die globale Erwärmung unter der 2°C-Grenze zu halten.

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