UN-Cinema zeigte preisgekrönten Dokumentarfilm “The Last Animals” in Bonn

Im Rahmen der europaweiten Initiative Ciné-ONU, die ursprünglich 2007 vom Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Brüssel ins Leben gerufen wurde, konnten mehr als 150 Gäste in Bonn am 13. September 2018 den preisgekrönten Dokumentarfilm "The Last Animals" sehen und diskutieren.

Die Veranstaltung war von UNRIC und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) NRW-Landesverband e.V. organisiert, in Kooperation mit dem Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UNEP-CMS), UN Bonn und der Deutschen Welle.

In dem Film begleitet die Regisseurin Kate Brooks die Arbeit von Naturschützern, Aktivisten und Wissenschaftlern zum Schutz der letzten Tiere Ihrer Art. Auf beeindruckende Weise und streckenweise mit verdeckter Kamera gefilmt, berichtet der Film über den Kampf gegen Wilderer und kriminelle Netzwerke zum Schutz von Elefanten und Nashörnern. Von Afrika bis hinter die Kulissen asiatischer Märkte und in die USA beleuchtet der Film die globale Reaktion auf die Tierschlachtung und berichtet über den verzweifelten Versuch das Nördliche Breitmaulnashorn (Northern White Rhino) vor dem Aussterben zu bewahren.

In der anschließenden Diskussion beantworteten Experten zweier in Bonn ansässiger Organisationen Fragen rund um ihre Arbeit für Artenschutz und gegen Wilderei, und machten deutlich, wie und warum uns der Verlust der Artenvielfalt alle direkt betrifft. Laut Melanie Virtue, Leiterin des Aquatic Species Teams bei UNEP-CMS in Bonn, „müssen wir uns fragen, wieviele Arten wir in unserer Lebenszeit aussterben lassen, bis nur noch der Mensch und Plastik übrig bleiben. Ist das die Welt, in der wir leben möchten? Ich denke nicht und deswegen ist es so wichtig, dass wir unsere Aufmerksamkeit jetzt dieser Krise widmen.“ Joseph Mutua arbeitet in Bonn in der Abteilung für Umweltrecht der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN). Laut Joseph ist Korruption eine der größten Herausforderungen im Kampt gegen Wilderei. So werden zum Beispiel in Tanzania rund 70% der Fälle, die vor Gericht gebracht werden, im Berufungsverfahren zurückgewiesen.

Fotos des Events sind hier zu sehen.

 

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© UNRIC

 

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