UN-Bericht: Länder ergreifen Maßnahmen für die Erreichung der SDGs, inmitten wachsender globaler Herausforderungen

Das sich verändernde Klima, Konflikte, Ungleichheit, anhaltende Armut und Hungersnöte sowie eine rasch fortschreitende Urbanisierung zählen laut einem UN-Bericht, der kürzlich in New York veröffentlicht wurde, zu jenen Herausforderungen, mit denen Länder beim Erreichen der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) konfrontiert sind. 

Der Bericht über die Ziele für nachhaltige Entwicklung 2018 (Sustainable Development Goals Report 2018) stellte fest, dass besonders Konflikte und Klimawandel zu einer wachsenden Zahl von Hunger und Vertreibung beitragen und Fortschritte hin zu einer universellen, grundlegenden Wasser- und Sanitärversorgung einschränkten.

Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es weltweit etwa 38 Millionen hungernde Menschen mehr. Die Zahl stieg von 777 Millionen im Jahr 2015 auf 815 Millionen im Jahr 2016. Dem Bericht zufolge sind Konflikte heute einer der Hauptfaktoren für Nahrungsmittelunsicherheit in 18 Ländern. Zudem erlebte die Welt im Jahr 2017 die bisher kostenintensivste Hurrikan-Saison im Nordatlantik, was die globalen wirtschaftlichen Verluste auf über 300 Milliarden US-Dollar ansteigen ließ.

Gleichzeitig stellte der Bericht fest, dass mehr Menschen ein besseres Leben führen als noch vor einem Jahrzehnt. Weltweit sankt der Anteil der Arbeitnehmer, die zusammen mit ihren Familien von weniger als 1,90 US$ pro Person und Tag leben, in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich von 26,9 Prozent im Jahr 2000 auf 9,2 Prozent im Jahr 2017.

Die Sterblichkeitsrate der unter Fünfjährigen sank um fast 50 Prozent, und in den am wenigsten entwickelten Ländern hat sich der Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu Elektrizität zwischen 2000 und 2016 mehr als verdoppelt. Dennoch fehlte im Jahr 2015 noch 2,3 Milliarden Menschen ein Grundniveau an sanitärer Versorgung und 892 Millionen Menschen verrichteten ihre Defäkation weiterhin offen. Zudem gab es im Jahr 2016 216 Millionen Malaria-Fälle im Vergleich zu 210 Millionen Fällen im Jahr 2013. Außerdem waren 2016 fast 4 Milliarden Menschen ohne sozialen Schutz.

Der SDG-Bericht gibt einen Überblick zu den Fortschritten bei der Erreichung der globalen Ziele, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten einstimmig angenommen wurden. 

Der UN-Untergeneralsekretär für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, Liu Zhenmin, sagte: „Der Übergang zu nachhaltigeren und resilienteren Gesellschaften erfordert auch einen integrierten Ansatz, der erkennt, dass diese Herausforderungen – und ihre Lösungen – miteinander verknüpft sind."

Während die globale Gemeinschaft daran arbeitet die SDGs zu erreichen und auf bestehende globale Herausforderungen zu reagieren, sind zuverlässige, aktuelle, zugängliche und disaggregierte Daten dringend nötig. Dies erfordert Technologie und Innovation, mehr Ressourcen und politisches Engagement für den Aufbau robuster Daten- und Statistik-Systeme in allen Ländern.

Weitere Ergebnisse des Berichts:

  • Der Anteil der Kinderehen ist weltweit weiter zurückgegangen. In Südasien ist das Risiko eines Mädchens in der Kindheit verheiratet zu werden zwischen 2000 und 2017 um über 40 Prozent gesunken.
  • Neun von zehn in Städten lebenden Menschen atmen verschmutzte Luft ein.
  • Im Jahr 2016 ist die absolute Zahl der Menschen ohne Stromzugang unter die symbolische Schwelle von einer Milliarde gesunken.
  • Landdegradierung bedroht die Lebensgrundlagen von mehr als einer Milliarde Menschen. 


Mehr Informationen über den Bericht finden sich unter https://unstats.un.org/sdgs.

 

Pressekontakt/Media contacts – UN Department of Public Information:

Dan Shepard

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Sharon Birch

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