Hitze in Städten: Haushaltsbefragungen in Bonn 

Pünktlich zu den sommerlichen Temperaturen führt die Universität der Vereinten Nationen eine Studie zu Hitze in Städten durch. Seit 10. Mai 2018 befragen Wissenschaftler dafür Haushalte in der Innenstadt und Bad Godesberg.

Starkregen, Stürme oder Hitzewellen – seit einigen Jahren mehren sich die Diskussionen über derartige Extremereignisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Obwohl in Deutschland ein vergleichsweise kühles Klima herrscht, nimmt die Belastung durch Hitzewellen zu. Diese wirken sich insbesondere auf die Stadtbevölkerung häufig negativ aus. Nach Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit forderte zum Beispiel die Hitzeperiode im Jahr 2003 ca. 7.000 Tote. Zusätzlich gab es zahlreiche Krankheitsfälle, die durch die Hitze hervorgerufen wurden, wie etwa Dehydrierung, Hitzschlag oder Herz- und Kreislauferkrankungen.

Da die Hitzebelastung gerade in dicht besiedelten urbanen Gebieten zum Problem werden kann, müssen Städte Wege finden, sich anzupassen und ihre Bewohner zu schützen. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat sich dieses Themas nun angenommen und das Forschungsprojekt ZURES ins Leben gerufen. Während Projektpartner Analysen und Prognosen zur Hitzebelastung selbst durchführen, widmen sich die Experten der Universität der Vereinten Nationen der Bevölkerung. 
Bonn ist Pilotstadt für ihr Vorhaben. Ziel ist zu verstehen, wie die Stadtbevölkerung in Bonn sommerliche Hitze wahrnimmt, wie sie sich vorbereitet und welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Belastung zu minimieren. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung der Stadt Bonn statt.

Seit dem 10. Mai ist ein Team unter Leitung des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit der UN-Universität in Bonn unterwegs. Mit Tablets ausgestattet werden möglichst viele Bewohner in zwei Stadtteilen Bonns (Innenstadt/Altstadt und Bad Godesberg) zu diesen Themen befragen.

ZURES ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, das sich mit der Verminderung der Auswirkungen von Hitzestress auseinandersetzt. Im Rahmen von ZURES sollen in enger Zusammenarbeit mit den Städten Bonn und Ludwigsburg Methoden und Instrumente entwickelt werden, die eine bessere Anpassung an Hitzewellen heute und in der Zukunft ermöglichen. Das ZURES-Konsortium unter Leitung des Instituts für Raumordnung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart (IREUS) besteht aus sieben Partnern, davon drei Forschungseinrichtungen, zwei Planungsbüros und die beiden Partnerstädte. 

Weitere Informationen finden Sie hier oder unter www.zures.de.

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