UNEP Report

UNEP Report – Preventing the Next Pandemic

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat einen Bericht veröffentlicht: „Die nächste Pandemie verhindern - Zoonosen und wie die Übertragungskette unterbrochen werden kann". Zu den mitwirkenden Autoren gehören die CMS-Exekutivsekretärin Amy Fraenkel und der wissenschaftliche Berater der CMS, Marco Barbieri, während Sergey Dereliev, der technische Referent von AEWA und Suran Gazaryan von EUROBATS als Gutachter fungierten.

Zoonotische Krankheitserreger kommen bei einer Vielzahl von wandernden Wildtierarten vor (z.B. Fledermäuse, Huf- und Wasservögel). Während einige zoonotische Krankheiten beim Menschen anscheinend mit wandernden Tierarten zusammenhängen, sind die meisten dieser Ereignisse auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen, wie den direkten Verzehr von Wildtieren, die Ernte und die größere Nähe von Mensch und Viehzucht zu natürlichen Lebensräumen. Viele Faktoren, die mit dem vermehrten Auftreten zoonotischer Krankheiten zusammenhängen, sind die gleichen wie diejenigen, die das Überleben von wandernden Tierarten bedrohen.

In dem UN-Bericht wurden zehn mögliche politische Reaktionen identifiziert, die darauf abzielen, die Wahrscheinlichkeit weiterer Zoonoseausbrüche in der Zukunft zu verringern. Diese Optionen umfassen (i) die Sensibilisierung für Gesundheits- und Umweltrisiken und Prävention; (ii) die Verbesserung der Gesundheitspolitik, u.a. durch die Einbeziehung von Interessengruppen aus dem Umweltbereich; (iii) die Ausweitung der wissenschaftlichen Untersuchung der Umweltdimensionen von Zoonosen; (iv) die Gewährleistung von Kostenübernahmen für die gesellschaftlichen Auswirkungen der Krankheit; (v) die Verbesserung der Überwachung und Regulierung von Lebensmittelsystemen durch risikobasierte Ansätze; (vi) die Abschaffung nicht nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken; (vii) die Entwicklung und Umsetzung strengerer Biosicherheitsmaßnahmen; (viii) die Stärkung der Tiergesundheit (einschließlich der Gesundheitsdienste für wild lebende Tiere); (ix) den Aufbau von Kapazitäten bei den Interessengruppen im Gesundheitsbereich, um die Umweltdimensionen der Gesundheit zu berücksichtigen; und (x) die Einbeziehung und Umsetzung von "One Health"-Ansätzen.

Ein "One Health"-Ansatz, der medizinisches, veterinärmedizinisches und umweltbezogenes Fachwissen vereint, wird Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft helfen, dauerhafte Gesundheit für Menschen, Tiere und Umwelt gleichermaßen zu erreichen.

Den vollständigen Bericht und die Schlüsselbotschaften finden Sie hier auf Englisch:

Vollständiger Bericht
Schlüsselbotschaften 

 

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