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UN verschärft Klimamaßnahmen zum Schutz der Wälder

Der heutige Internationale Tag der Wälder ist eine Gelegenheit, die wichtige Rolle der Wälder im Zusammenhang mit dem Klimawandel hervorzuheben. Das diesjährige Motto ist „Wälder und nachhaltige Produktion und Konsum". 

Die Wälder stehen weltweit unter enormem Druck. Der 6. Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) stellt fest, dass die Wälder stark bedroht sind, während nachhaltig bewirtschaftete Wälder eine wichtige Rolle sowohl bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen als auch bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels spielen.

Wälder stellen auch viele andere Ökosystemgüter und -dienstleistungen bereit, wie den Schutz der biologischen Vielfalt und die Erhaltung der Wasserversorgung und der Bodenqualität, und tragen zum nachhaltigen Lebensunterhalt von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt bei.

Die Gefahr von Waldbränden nimmt ebenfalls zu. Daher hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen in diesem Monat einen dringenden Appell an die Regierungen gerichtet, ihr Vorgehen bei extremen Waldbränden zu überdenken.

Wie die internationale Gemeinschaft Maßnahmen zum Schutz der Wälder ergreift

Auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im vergangenen Jahr wurden entscheidende Fortschritte bei der nachhaltigen Bewirtschaftung und Erhaltung der Wälder erzielt. Über 130 Staats- und Regierungschefs, die mehr als 90 % der weltweiten Wälder repräsentieren, verpflichteten sich, gemeinsam daran zu arbeiten, den Waldverlust und die Bodendegradation bis 2030 aufzuhalten und umzukehren.

Staats- und Regierungschefs, große Industrieunternehmen und Nichtregierungsorganisationen verpflichteten sich gemeinsam zu Maßnahmen, einschließlich der Bereitstellung von Finanzmitteln, um die weltweite Entwaldung und Waldschädigung zu beenden.

Zwölf Länder haben im Rahmen der COP26 ein globales Finanzierungsprogramm für Wälder angekündigt, welches  zwischen 2021 und 2025 12 Milliarden US-Dollar für die waldbezogene Klimafinanzierung bereitstellt. Diese Zusagen werden für eine verstärkte Zusammenarbeit sorgen, um den Waldverlust und die Landdegradierung bis 2030 aufzuhalten und umzukehren.

Darüber hinaus wurde die Arbeit an einem bestehenden Rahmen, REDD+ genannt, vorangetrieben, welches eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen aus der Entwaldung spielen kann.

REDD+ steht für "Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung in Entwicklungsländern", wie es im Warschauer Rahmenwerk für REDD+ definiert und in Artikel 5 des Pariser Abkommens hervorgehoben wird. Es handelt sich um ein Instrument zur Förderung der Zusammenarbeit mit dem Ziel, den Waldverlust in Entwicklungsländern aufzuhalten und umzukehren.

Es besteht aus mehreren Bausteinen, darunter auch Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten, die die Bereitschaft der Länder zur Umsetzung von REDD+ erhöhen.

Wachsende Unterstützung für REDD+

Im Rahmen von REDD+ unternehmen die Entwicklungsländer konkrete Schritte zur Beendigung der Entwaldung und Waldschädigung, und die Zahl der Länder, die REDD+-Maßnahmen durchführen, steigt.

Ein Hauptanreiz von REDD+ sind ergebnisabhängige Zahlungen für die erzielten Emissionsreduzierungen. Um ergebnisorientierte Zahlungen zu erhalten, müssen die Entwicklungsländer ihre Aktivitäten und Ergebnisse messen, berichten und überprüfen. Der erste wichtige Schritt ist die Erstellung einer Baseline zur Bewertung der reduzierten Treibhausgasemissionen, die dann von unabhängigen Experten aus anderen Ländern technisch bewertet wird.

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