UN-Klimawandel-Jahresbericht 2019

UN-Klimawandel-Jahresbericht 2019

2019 ist das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) 25 Jahre alt geworden. Dank seiner nahezu universellen Mitgliedschaft in den Vertragsstaaten mobilisiert es Regierungen und nichtstaatliche Akteure gleichermaßen zum Handeln gegen den Klimawandel.

Der klimatische Notstand dauert an. Trotz der Fortschritte war die Kluft zwischen der Klimarealität und dem Handeln nie größer als heute. Und nie war die Kluft zwischen den globalen Verhandlungen und den Forderungen der Gesellschaft tiefer.

Die COP 25 fand unter herausfordernden Umständen statt, erzielte aber positive Ergebnisse in den Bereichen Technologie, Ozeane, Landwirtschaft, Gender und Kapazitätsaufbau. Es ist jedoch noch mehr Arbeit erforderlich, um sicherzustellen, dass die Entwicklungsländer Unterstützung für Maßnahmen erhalten, und um die Marktmechanismen des Pariser Abkommens zu operationalisieren.

Das Jahr 2020 erweist sich als ausserordentlich herausfordernd. Viele Tagungen des UN-Klimasekretariats, einschließlich der COP 26, können nicht wie geplant stattfinden. Das Sekretariat hat sich angepasst, um die Kontinuität der Arbeit zum Klimawandel zu gewährleisten. Die Mitarbeiter arbeiten aus der Ferne an laufenden Prozessen, erleichtern virtuelle Treffen und passen die logistischen Vorkehrungen an die sich entwickelnde Pandemie an.

2020 muss immer noch das Jahr der Ambitionen und der Umsetzung sein. Von den Vertragsparteien wird erwartet, dass sie sehr ehrgeizige, auf nationaler Ebene festgelegte Beiträge vorlegen, um den globalen Temperaturanstieg unter 2,0°C oder 1,5°C zu halten und der Welt zu einem besseren Wiederaufbau zu verhelfen.

Der größte Teil der operativen Regeln des Pariser Abkommens ist vorhanden und bereit zur Umsetzung. Die Verfahren für die Vorlage stärkerer national festgelegter Beiträge alle fünf Jahre sowie für deren Überprüfung im Rahmen der globalen Bestandsaufnahme sind festgelegt worden. Die Länder können und müssen diese Regeln jetzt nutzen, um das höchstmögliche Ziel zu erreichen. Das Sekretariat wird auch weiterhin die Vertragsparteien und die überparteilichen Akteure bei ihren Bemühungen unterstützen, diesen Rahmen in die Tat umzusetzen.

Im Jahr 2020 besteht die Priorität darin, die Kontinuität der globalen Klimabemühungen im Rahmen von COVID-19 sicherzustellen. Die Konferenz im Juni sowie die COP 26 werden verschoben, und die Arbeit wird fortgesetzt, um die Vertragsparteien bei der Einreichung ihrer national festgelegten Beiträge zu unterstützen und die Unterstützung von Workstreams, konstituierten Gremien und Arbeitsprogrammen in einem rein virtuellen Umfeld zu fördern.

Der UN-Klimawandel-Jahresbericht 2019 ist als PDF verfügbar.

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