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UN-Klimakonferenz begrüßt IPCC-Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger über die physikalischen Grundlagen des Klimawandels

Der Beitrag der Arbeitsgruppe I zum Sechsten Sachstandsbericht des IPCC bestätigt, dass es unbestreitbar ist, dass der menschliche Einfluss das Klimasystem erwärmt und die globale Oberflächentemperatur erhöht hat. Der Bericht enthält eine Aktualisierung der physikalisch-wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und bestätigt, dass es keinen Weg zurück von einigen Veränderungen gibt, die sich bereits auf das Klimasystem auswirken.

Die jüngsten Klimaveränderungen sind weit verbreitet, verlaufen schnell und verstärken sich, und die Auswirkungen betreffen alle Regionen der Erde, einschließlich der Ozeane. Viele Wetter- und Klimaextreme wie Hitzewellen, starke Regenfälle, Dürren und tropische Wirbelstürme sind häufiger und heftiger geworden. Der Bericht liefert einen Atlas der beobachteten und künftigen regionalen Auswirkungen, der es politischen Entscheidungsträgern und allen anderen Beteiligten ermöglicht, die Klimapolitik auf regionaler und lokaler Ebene besser zu gestalten.

Der Bericht stellt fest, dass die Höhe der künftigen Emissionen das Ausmaß des künftigen Temperaturanstiegs und den Schweregrad des künftigen Klimawandels sowie die damit verbundenen Auswirkungen und Risiken bestimmen wird. Die CO2-Konzentrationen in der Erdatmosphäre haben nicht nur zugenommen, sondern auch die Geschwindigkeit des Anstiegs hat sich beschleunigt. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Treibhausgasemissionen aus menschlichen Tätigkeiten für eine Erwärmung von etwa 1,1°C seit 1850-1900 verantwortlich sind, und es wird davon ausgegangen, dass die globale Temperatur in den nächsten 20 Jahren im Durchschnitt 1,5°C oder mehr erreichen wird.

Ohne eine rasche, nachhaltige und groß angelegte Verringerung der den Klimawandel verursachenden Treibhausgasemissionen, einschließlich CO2, Methan und anderer, wird das im Pariser Abkommen verankerte Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, nicht zu erreichen sein.

Diese Einschätzung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ist eine ernste Warnung für das Wohlergehen der menschlichen Gesellschaft und allen Lebens auf der Erde. Sie zeigt, dass die Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den letzten Jahrzehnten völlig unzureichend waren.

Im Hinblick auf die zwischenstaatlichen Verhandlungen über den Klimawandel ist 2021 ein entscheidendes Jahr, in dem die Länder ihre neuen oder aktualisierten nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDC) vorlegen, die die Anstrengungen und Maßnahmen jedes Landes zur Bewältigung des Klimawandels und zur Verringerung der Emissionen widerspiegeln.

Eine erste Synthese der Anfang 2021 eingereichten neuen oder aktualisierten NDCs hat gezeigt, dass die kollektiven Anstrengungen weit hinter dem zurückbleiben, was die Wissenschaft fordert, um den globalen Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2°C zu begrenzen, ganz zu schweigen von dem angestrebten Ziel von weniger als 1,5°C.  

Eine solide Politik und solide Maßnahmen beruhen auf soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wie in der Zusammenfassung des IPCC für politische Entscheidungsträger hervorgehoben wird, kann die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C nur durch sofortige und deutlich verstärkte Reduktionen erreicht werden. Die einzige Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, besteht in der raschen Umsetzung ehrgeizigerer NDCs.

Bislang hat nur etwas mehr als die Hälfte aller Vertragsparteien des Pariser Abkommens neue oder aktualisierte NDCs vorgelegt.

Alle Länder, die dies noch nicht getan haben, haben noch die Möglichkeit, ehrgeizige NDCs vorzulegen. Nationen, die bereits neue oder aktualisierte NDCs eingereicht haben, haben noch die Möglichkeit, ihr Ambitionsniveau zu überprüfen und zu verbessern. Die kollektiven Anstrengungen aller Einreichungen werden in einem aktualisierten Synthesebericht festgehalten, der im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.

In Anbetracht der jüngsten Bewertung der physikalischen Grundlagen des Klimawandels muss der Weg nach vorn darin bestehen, die Herausforderung einer Erhöhung der Ziele anzunehmen und anzunehmen. Für unsere Zukunft und das Wohlergehen künftiger Generationen ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Anstrengungen in Richtung 1,5 ºC durch die Umsetzung ehrgeiziger NDCs fortsetzen.

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