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UN-Klimachefin fordert Maßnahmen gegen Klimanotstand

Die Exekutivsekretärin der Vereinten Nationen für Klimawandel, Patricia Espinosa, hat zu Beginn der UN-Klimakonferenz in Bonn (SB50) klare Signale für ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen ausgesandt. Sie beschrieb die aktuelle Situation als „Klimanotfall“ und forderte alle auf, sich am „Kampf unseres Lebens“ zu beteiligen.

Um, wie im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart, die CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen und die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müssten die Emissionen bis 2030 um 45 Prozent gesenkt werden. Da die derzeitigen Verpflichtungen der Länder – aufgrund ihrer national festgelegten Beiträge – weit hinter diesem Ziel zurückliegen, gab es bei der Eröffnung dieses Treffens eine Aufforderung an Regierungen und alle Beteiligten, die Ambitionen für Klimaschutzmaßnahmen unverzüglich zu erhöhen.

Auf einer Pressekonferenz betonte Frau Espinosa die Notwendigkeit, den Klimawandel ehrgeiziger voranzutreiben und wiederholte die Handlungsaufforderungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, António Guterres: Der Klimawandel sei die wichtigste Herausforderung der Menschheit. Sie begrüßte auch das Engagement von Papst Franziskus, der den Klimawandel als einen brutalen Akt der Ungerechtigkeit gegenüber den Armen und der zukünftigen Generationen bezeichnet hatte.

Frau Espinosa lobte die „eindeutige Botschaft“ junger Menschen aus der ganzen Welt, dass wir einem „Klimanotfall“ gegenüberständen. Jugendlichen, die an der Konferenz teilnahmen, versicherte sie, dass das UN-Klimasekretariat ihre Stimmen höre und mit in den Prozess einbeziehe.

Da es eine der wichtigsten Aufgaben sei, die Öffentlichkeit über den Klimawandel aufzuklären, forderte Frau Espinosa im Arbeitskreis von Action for Climate Empowerment (ACE) mehr klimabezogene Inhalte für Schulen. Sie sprach auch über die entscheidenden Stimmen von indigenen Gemeinschaften und erklärte, dass ihre Teilnahme an den formellen Verhandlungen über den Klimawandel eine wichtige Bereicherung für den Prozess darstelle.

Zu der wichtigen Frage der Klimafinanzierung sagte Frau Espinosa, dass die Industrieländer daran erinnert werden müssten, dass sie verpflichtet seien, bis 2020 jährlich 100 Mrd. USD an Finanzmitteln für Entwicklungsländer für Maßnahmen zur Eindämmung und Anpassung bereitzustellen. Sie fügte hinzu, dass es auch wichtig sei, mit globalen Investoren zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Finanzströme mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang stehen.

 

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