United in Science

Neuer WMO-Bericht – „Vereint in Wissenschaft“: Wir bewegen uns in die falsche Richtung

Genf, 13. September 2022 (WMO-Pressemitteilung) – Die Klimawissenschaft ist sich einig: Wir bewegen uns in die falsche Richtung. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) betont die riesige Lücke zwischen klimaschützenden Ambitionen und der Realität. Ohne vermehrtes Umsetzen der Ambitionen werden die physischen und sozioökonomischen Einflüsse des Klimawandels zunehmend zerstörerisch, wird in einem neuen Bericht gewarnt.

Der Bericht, „Vereint in Wissenschaft“ (United in Science) zeigt, dass Treibhausgaskonzentrationen weiter Rekordhöhen erreichen. Die Emmisionsraten fossiler Energien befinden sich nun wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie nachdem sie zeitweise aufgrund der Lockdowns gesunken waren. Die Ambition einer drastischen Emissionsreduktion bis 2030 müsste mittlerweile siebenmal so hoch sein wie angedacht, um das 1,5 °C Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Die letzten sieben Jahre waren die bisher wärmsten Jahre in der Geschichte. Auch besteht eine 48%ige Wahrscheinlichkeit, dass in mindestens einem der letzten fünf Jahre die Durchschnittstemperatur vorübergehend 1,5 °C höher war als die Durchschnittstemperatur zwischen 1850 - 1900. Mit der rapide zunehmenden globalen Erwärmung sind die Kipp-Punkte  im Klimasystem nicht mehr zu übersehen.


Fluten, Dürre, Hitzewellen, extreme Stürme und Waldbrände entwickeln sich von schlimm zu schlimmer und brechen die Rekorde mit einer alarmierenden Frequenz. Hitzewellen in Europa. Kolossale Fluten in Pakistan. Verlängerte und verschlimmerte Dürreperioden in China, dem Horn von Afrika und den Vereinigten Staaten. An dieser neuen Skala von Desastern ist nichts Natürliches zu finden. Sie sind der Preis für die Sucht der Menschheit nach fossiler Energie“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres.

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