Neuer UN-Bericht: Klimawandel bedroht Fortschritte bei der nachhaltigen Entwicklung 

Auf dem jährlichen Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung, dem größten jährlichen Treffen zur Verwirklichung der 17 Ziels für nachhaltige Entwicklung, kommen Führungskräfte aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen zusammen. Dieses Jahr findet das vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen einberufene Forum vom 9. bis 18. Juli statt. Der Ministerbereich wird vom 16. bis 18. Juli sein und das Forum wird mehr als 80 Minister sowie fast 160 Nebenveranstaltungen an zehn Tagen ausrichten.

Der jüngste Bericht der Vereinten Nationen warnt, dass die Auswirkungen des Klimawandels und die zunehmende Ungleichheit zwischen und innerhalb der Ländern die Fortschritte bei der Agenda für nachhaltige Entwicklung untergraben und warnen davor, dass viele der in den letzten Jahrzehnten erzielten Fortschritte, die das Leben der Menschen verbessert haben, zurüchgehen könnten.

Der Bericht, der am Eröffnungstag des Hochrangigen Politischen Forums für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht wurde, ist der Eckpfeiler für die Messung der Fortschritte und die Ermittlung von Lücken bei der Umsetzung aller 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Vier Jahre nach der Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung werden in dem Bericht Fortschritte in einigen Bereichen vermerkt, z. B. in Bezug auf die Verringerung der extremen Armut, die Verbreitung von Impfungen, die Verringerung der Kindersterblichkeit und die Verbesserung des Zugang zur Elektrizität. Der Bericht warnt jedoch auch davor, dass die globale Reaktion nicht ehrgeizig genug war und die am stärksten gefährdeten Menschen und Länder am meisten leiden mussten.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen:

• Die zunehmende Ungleichheit zwischen und innerhalb von Ländern erfordert dringend Aufmerksamkeit, warnt der Bericht. Drei Viertel der verkümmerten Kinder leben in Südasien und in Afrika südlich der Sahara. In ländlichen Gebieten ist die extreme Armut dreimal so hoch wie in städtischen Gebieten. Jugendliche sind häufiger arbeitslos als Erwachsene. Nur ein Viertel der Schwerbehinderten bezieht eine Invalidenrente; Frauen und Mädchen sind immer noch mit Hindernissen für die Verwirklichung der Gleichstellung konfrontiert.

• Das Jahr 2018 war das viertwärmste Jahr seit Bestehen der Aufzeichnungen. Die Kohlendioxidkonzentration stieg im Jahr 2018 weiter an. Der Säuregehalt der Ozeane ist 26% höher als in vorindustriellen Zeiten und soll bis 2100 um 100% bis 150% bei der gegenwärtigen CO2-Emissionsrate ansteigen.

• Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, ging von 36% im Jahr 1990 auf 8,6% im Jahr 2018 zurück, aber die Armutsbekämpfung verlangsamt sich allmählich, da die Welt Probleme hat, auf festgefahrene Entbehrungen, gewaltsame Konflikte und Anfälligkeiten für Naturkatastrophen zu reagieren.

• Der weltweite Hunger hat nach einem anhaltenden Rückgang zugenommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://sustainabledevelopment.un.org/hlpf 

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