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Generalversammlung: Treffen hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter fordert Klimaehrgeiz

Gut ein Jahrzehnt ist alles was bleibt, um irreversible Schäden durch den Klimawandel zu stoppen, hörten die Staats- und Regierungschefs der Welt diese Woche auf einer hochrangigen Sitzung der Generalversammlung über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Schutz des Weltklimas für gegenwärtige und zukünftige Generationen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

"Wir sind die letzte Generation, die irreparable Schäden auf unserem Planeten verhindern kann", warnte die Präsidentin der Generalversammlung, María Fernanda Espinosa Garcés aus Ecuador. Frau Espinosa hob das Thema des Treffens hervor und forderte einen generationsübergreifenden Ansatz für den Klimawandel. Unter Hinweis auf die verstärkten Forderungen der Jugend nach Maßnahmen gegen den Klimawandel fügte sie hinzu, dass 2019 ein Jahr der Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen sein müsse. Inspiriert von den Tausenden von Schülerinnen und Schülern weltweit, die konkretes Handeln fordern, rief sie die Staats- und Regierungschefs auf, 2020 zum letzten Jahr zu machen, in dem die CO2-Emissionen durch menschliche Aktivitäten steigen.

UN-Generalsekretär António Guterres sagte, kein Land und keine Gemeinschaft sei immun gegen klimabedingte Verwüstungen, wobei die Armen und Verwundbaren die ersten Opfer und die am schlimmsten betroffenen sind. Er forderte Hilfe für die rund drei Millionen Menschen, die vom Wirbelsturm Idai in Mosambik, Malawi und Simbabwe betroffen sind, und stellte fest, dass solche Ereignisse immer häufiger auftreten und sich ohne dringende, sofortige Maßnahmen verschlimmern werden. Er sagte auch, dass die Menschheit über die Instrumente verfüge, um die Krise in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Abkommen über den Klimawandel anzugehen: "Aber Werkzeuge nützen nichts, wenn man sie nicht benutzt.” Der UN-Generalsekretär forderte die Staats- und Regierungschefs auf, auf dem Klimagipfel am 23. September in New York konkrete und realistische Pläne zur Verbesserung der national festgelegten Beiträge bis 2020 vorzulegen. Staats- und Regierungschefs sollen zeigen, wie die Treibhausgasemissionen im nächsten Jahrzehnt um 45 Prozent reduziert und bis 2050 die Nettoemission auf null reduziert werden können.

Die Diskussionen während der Versammlung bezogen sich auf die Ergebnisse der beiden jüngsten UN-Klimakonferenzen sowie auf die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz COP25 in Chile im Dezember diesen Jahres.

Alle drei ehemaligen und zukünftigen COP-Präsidenten forderten in diesem Zusammenhang die Weltnationen auf, ihr Klimaziel zu erhöhen, damit das 1,5°C Ziel des Pariser Abkommens erreicht werden kann.

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