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Das COP-Büro verschiebt die UN-Klimasitzungen der Nebenorgane (SB52) auf 2021

Bei einer virtuellen Sitzung gestern hat das Präsidium der Konferenz der Vertragsparteien des UN-Klimasekretariats beschlossen, die UN-Klimasitzungen der Nebenorgane (SB52) auf nächstes Jahr zu verschieben.

Die Sitzungen sollen zu einem noch zu bestimmenden Termin im World Conference Centre in Bonn stattfinden.

Die Entscheidung des Präsidiums basierte auf der Notwendigkeit, nicht nur die volle Einbeziehung und Teilnahme, sondern auch das Wohlbefinden und die Sicherheit aller Beteiligten unter den derzeitigen Reisebeschränkungen und Richtlinien der lokalen deutschen Gesundheitsbehörden im Zusammenhang mit der globalen Gesundheitskrise um COVID-19 zu gewährleisten.

Die elf Mitglieder des Büros werden von jeder der fünf Regionalgruppen der Vereinten Nationen und den kleinen Inselentwicklungsstaaten nominiert und bieten Beratung und Anleitung hinsichtlich der laufenden Arbeit im Rahmen der Konvention, des Kyoto-Protokolls und des Pariser Klimaabkommens, der Organisation ihrer Sitzungen und der entsprechenden Unterstützung durch das UN-Klimasekretariat.

Die Mitglieder des Präsidiums brachten ihre Besorgnis und ihr Bedauern über die Situation zum Ausdruck, erklärten jedoch, dass es zu dieser Entscheidung keine Alternative gäbe.

Die COP-Präsidentschaften Chiles und Grossbritanniens, die Vorsitzenden der Nebenorgane (SB) und das UN-Klimasekretariat versprachen, dass sie alles tun werden, um den UN-Klimaprozess trotz der widrigen Umstände voranzutreiben.

Das UN-Klimasekretariat und die Vorsitzenden der Nebenorgane (SB) werden demnächst Vorschläge unterbreiten, die an die Mitglieder des Büros weitergeleitet werden, um über den konkreten Plan für die COP26 zu entscheiden.

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind mehrere Initiativen gestartet worden, um die Dynamik voranzutreiben, anhaltende Klimaschutzmaßnahmen weiterzuführen und alle Teile der Gesellschaft zu größeren Klimaambitionen zu drängen.

Beispielsweise wurde Anfang dieses Monats unter der Leitung der Vorsitzenden des Nebenorgans für wissenschaftliche und technologische Beratung des UN-Klimasekretariats und des Nebenorgans für die Umsetzung und mit Unterstützung des UN-Klimasekretariats erfolgreich eine Reihe von Online-Veranstaltungen durchgeführt, die “June Momentum for Climate Change”.

„Die COVID-19-Pandemie ist eine aussergewöhnliche Herausforderung, die das Leben von Milliarden Menschen beeinflusst”, sagte Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats, „aber sie hat dem Klimawandel, der sich weiter beschleunigt, kein Ende gesetzt. Er ist weiterhin eine existenzielle Bedrohung und wir müssen daher weiterhin kollektive, multilaterale Massnahmen auf globaler Ebene ergreifen, um ihm zu begegnen. Die Pandemie hat unsere Arbeitsweise verändert, aber den Klimawandel nicht aufgehalten".

Die COP25-Präsidentin, Ministerin Carolina Schmidt aus Chile sagte: „Aufgrund der globalen Auswirkungen, die COVID-19 weiterhin verursacht und unter Berücksichtigung der von der deutschen Regierung ergriffenen Maßnahmen hat das COP-Büro beschlossen, die UN-Klimasitzungen der Nebenorgane zu verschieben. Dies ist eine notwendige Maßnahme zum Schutz aller Teilnehmenden, Delegierten und Beobachter.

In der Zwischenzeit werden wir die Klima-Agenda weiter beschleunigen und fördern. Dazu gehört ein kontinuierlicher Dialog mit den Ländern, um im Lauf dieses Jahres 2020 verstärkte national festgelegte Beiträge vorzulegen, sowie die Formulierung eines klaren Fahrplans für die COP26.”

Der designierte COP26-Präsident und Staatssekretär für die Strategie für Wirtschaft, Energie und Industrie, Alok Sharma, sagte: "Es ist zwar enttäuschend, dass die Oktober-Sitzungen des Bonner Nebenorgans nicht mehr wie geplant stattfinden werden, aber wir sind uns bewusst, dass dies aus den richtigen Gründen geschieht. Trotz dieser Verschiebung dürfen wir in unserer Arbeit zur Beschleunigung des globalen Klimaschutzes nicht an Schwung verlieren.

Wir werden unsere enge Zusammenarbeit mit dem UN-Klimasekretariat, der COP25-Präsidentschaft Chiles, den Vorsitzenden der Nebenorgane und unseren internationalen Partnern fortsetzen, um eine erfolgreiche, ehrgeizige COP in Partnerschaft mit Italien im Vereinigten Königreich im nächsten Jahr zu erreichen.”

Im Mai dieses Jahres einigte sich das Präsidium der Vertragsstaatenkonferenz mit dem Vereinigten Königreich und seinen italienischen Partnern darauf, dass die neuen Termine für die UN-Klimakonferenz COP26 zwischen dem 1. und 12. November 2021 in Glasgow liegen sollen.

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