Disaster Risk Reduction

Angesichts der zunehmenden Klimaauswirkungen intensivieren die UN-Organisationen ihre Zusammenarbeit bei der Reduzierung des Katastrophenrisikos

Ein UN-Bericht, der anlässlich des Internationalen Tages für Katastrophenvorsorge am 13. Oktober veröffentlicht wurde, bestätigt, wie extreme Wetterereignisse die Katastrophenlandschaft des 21. Jahrhunderts beherrschen.

Der Bericht "The Human Cost of Disasters 2000-2019" verzeichnet eine starke Zunahme extremer Wetterereignisse in den letzten zwanzig Jahren, wobei ein Grossteil des Unterschieds durch eine Zunahme klimabedingter Katastrophen erklärt wird.

Weltweit gab es im Zeitraum 2000-2019 etwa 6.700 klimabedingte Katastrophen einschließlich schwerer Überschwemmungen und Stürme, verglichen mit 3.600 klimabedingten Katastrophen im Zeitraum 1980-1999.

Mami Mizutori, der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für die Reduzierung des Katastrophenrisikos, sagte: „Eine gute Katastrophenvorsorge hängt von der politischen Führung und der Einhaltung der Versprechen ab, die bei der Verabschiedung des Pariser Abkommens und des Sendai-Rahmens für die Katastrophenvorsorge vor fünf Jahren gemacht wurden."

Der Bericht erinnert die UN-Mitgliedsstaaten auch an ihre Verpflichtung, die Katastrophenvorsorge zu stärken und bis 2020 nationale und lokale Strategien für die Katastrophenvorsorge zu entwickeln.

UN-Klimawandel und UNDRR intensivieren Zusammenarbeit

Alle nationalen Anpassungspläne, die im Rahmen des Pariser Klimaabkommens entwickelt wurden, führen die Katastrophenvorsorge als oberste Priorität auf. Ebenso führen die Nationalen Strategien zur Reduzierung des Katastrophenrisikos den Klimawandel als ein zentrales Anliegen des Katastrophenrisikomanagements jetzt und in Zukunft auf.

Am 13. Oktober, dem Internationalen Tag für Katastrophenvorsorge, findet ein öffentliches Online-Gespräch zwischen Patricia Espinosa, der Leiterin des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC), und Mami Mizutori, dem Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für Katastrophenvorsorge, statt.

Die beiden UN-Direktoren werden auch eine Absichtserklärung unterzeichnen, um die Kohärenz zwischen Katastrophenrisikominderung und Anpassung an den Klimawandel sowohl in den nationalen Anpassungsplänen als auch in den nationalen Strategien zur Katastrophenrisikominderung zu fördern. Das Sendai-Rahmenwerk für die Reduzierung von Katastrophenrisiken, der globale Plan zur Verringerung von Katastrophenverlusten, gibt den Mitgliedsstaaten das Ziel vor, bis Ende dieses Jahres nationale Strategien zur Reduzierung des Katastrophenrisikos zu haben.

„Die Kohärenz zwischen der Anpassung an den Klimawandel und der Reduzierung des Katastrophenrisikos ist eine entscheidende Frage für die Katastrophenrisikosteuerung im 20. Die Anpassung an den Klimawandel ist für das Katastrophenrisikomanagement auf nationaler und lokaler Ebene von zentraler Bedeutung. Kein Land der Erde ist vor der Zunahme klimabedingter Katastrophen gefeit", sagte Frau Mizutori.

„Es ist wichtig, dass wir einen integrierten Ansatz verfolgen, der die zunehmend systemische Natur des Risikos und die Wechselwirkung des Klimas mit anderen Risikofaktoren wie Armut, rasche Urbanisierung, Umweltzerstörung und Landnutzung anerkennt", fügte sie hinzu.

Die beiden Organisationen werden eng mit einer Reihe von am wenigsten entwickelten Ländern und kleinen Inselentwicklungsstaaten zusammenarbeiten, um Kohärenz und Übereinstimmung in den beiden Bereichen zu gewährleisten.

Das Online-Gespräch "The world we want: transforming from crisis to opportunity" wird von Stephanie Speck, Chief, Communications, Advocacy and Knowledge Management, moderiert und findet am 13. Oktober, dem Internationalen Tag für Katastrophenvorsorge, von 13.30 bis 14.00 Uhr MEZ statt und kann hier abgerufen werden.

Der diesjährige Internationale Tag steht ganz im Zeichen der Katastrophenrisikobeherrschung und der Förderung einer substanziellen Erhöhung der Anzahl nationaler und lokaler Strategien zur Katastrophenrisikominderung. 

Der vollständige UNDRR-Bericht "The Human Cost of Disasters 2000-2019" kann hier abgerufen werden, die entsprechende UNDRR-Pressemitteilung mit den wichtigsten Statistiken hier.

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