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UNV und GIZ organisieren richtungsweisende Konferenz über internationale Freiwilligenarbeit in Bonn

 

Schwerpunkt: Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber neuen globalen Risiken

(Bonn - 19. September 2016) Das Freiwilligen Programm der  Vereinten Nationen (UNV) und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) – beide Mitglieder des 'Forum for Volunteering in Development' (Forum) – organisieren gemeinsam die Konferenz 'International Volunteering Cooperation Organizations 2016' (IVCO 2016) auf dem UN Campus in Bonn. Zu der Veranstaltung, die vom 9. bis 12. Oktober stattfindet, werden 200 Teilnehmer erwartet. Schwerpunktthema ist die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften durch Freiwilligenarbeit. Die IVCO-Konferenz findet jährlich unter der Leitung von Forum statt, dem wichtigsten globalen Netzwerk internationaler Organisationen der Freiwilligenzusammenarbeit. Sie bietet eine einzigartige Gelegenheit für Informationsaustausch, Netzwerken und Advocacy-Arbeit in diesem Bereich. UNV und GIZ sind Mitgliedsorganisationen bei Forum und zählten auch zu den Teilnehmerorganisationen der IVCO 2015 in Japan. Diese schloss mit einem Call for Action, in dem zur Unterstützung von Anstrengungen aufgerufen wurde, mit denen die Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen erreicht werden können.

Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass die Ziele der nachhaltigen Entwicklung scheitern werden, wenn die globalen Krisen und die daraus resultierenden Belastungen für Mensch und Planet nicht adäquat adressiert werden. Es ist daher wenig überraschend, dass sich praktisch alle Ziel der nachhaltigen Entwicklung darauf beziehen, dass die Widerstandsfähigkeit von gefährdeten Gemeinschaften gegenüber Schocks von außen unbedingt gestärkt werden müssen. Im Jahr 2030 werden in den 49 Ländern mit dem höchsten Gefahrenrisiko rund 325 Millionen von extremer Armut betroffene Menschen leben – und etwa die Hälfte aller Menschen, die mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen müssen, werden in fragilen Staaten leben.

Vor diesem Hintergrund hat das „Resilience Building“ also die Stärkung der Widerstandsfähigkeit für die internationale Gemeinschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen. Eine Reihe von Risiken sind zutage getreten, die sich auf die globalen Friedens- und Entwicklungsagenden auswirken: neue und anhaltende Konflikte, die zu Migration führen, Klimawandel, Naturkatastrophen und Pandemien. Diese Risiken und die damit verbundenen Herausforderungen betreffen alle Länder und eine angemessene Antwort ist daher nur durch die Zusammenarbeit zwischen nationalen Regierungen, der Zivilgesellschaft, den von den Krisen betroffenen Menschen, dem Privatsektor sowie nationalen und internationalen Organisationen möglich. Dies wurde kürzlich auf dem Humanitären Weltgipfel der Vereinten Nationen hervorgehoben.

Der internationale Freiwilligensektor spielt eine wichtige Rolle dabei, die Verarbeitungs-, Antizipations- und Anpassungsfähigkeit der Menschen gegenüber Schocks und Belastungen zu verbessern, wodurch wiederum die Nachhaltigkeit der jeweiligen Umgebung gewährleistet und Entwicklungsfortschritte gesichert werden können. 

„Die IVCO-Konferenz 2016 bietet eine einmalige Gelegenheit, den Beitrag der globalen Freiwilligenarbeit zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung herauszustellen“, so Ashok Sridharan, Bürgermeister von Bonn. „Es darf nicht unterschätzt werden, welche Rolle Freiwillige bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften auf der ganzen Welt spielen können. Daher ist es von großer Bedeutung, die öffentliche Diskussion auszuweiten, die sich mit der Freiwilligenarbeit auf internationaler und lokaler Ebene beschäftigt. Die Stadt Bonn ist vor diesem Hintergrund stolz, Ausrichtungsort der Konferenz zu sein.“

Im Rahmen der IVCO-Konferenz 2016 finden zahlreiche Podiumsdiskussionen und intensive Arbeitssitzungen statt, in denen Lösungen aufgezeigt werden, um globalen und lokalen Freiwilligen-Entsendeorganisationen in Bezug auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften eine Orientierungshilfe zu geben. Am Ende der dreitägigen Veranstaltung soll Bonn Call for Action formuliert werden. Sie wird als Richtschnur für die globale Freiwilligenagenda des kommenden Jahres und zur Vorbereitung der IVCO-Konferenz 2017 in Südkorea dienen.

 

Mehr Information

Wo kann ich mich über die IVCO 2016 informieren?

Besuchen Sie die Website der IVCO 2016: https://www.ivco-2016-bonn.com

Hier sind die Ziele der Konferenz sowie das ausführliche Programm beschrieben. Außerdem erhalten Sie nützliche Informationen über Bonn, die diesjährige Gastgeberstadt der IVCO.

Wo kann ich mich registrieren?

Eine Registrierung ist für alle interessierten Teilnehmer unter dem folgenden Link möglich: https://www.bonn-conferences.de/ivco2016/en;

Was ist für die Medien vorgesehen?

Die Akredditierung ist für Medienverteter unter folgendem Link möglich: https://www.ivco-2016-bonn.com/press.html
Ein Pressegespräch ist für den 10 Oktober 2016 morgens geplant. Weitere Informationen hierzu werden über eine UN Bonn Medieninformation zeitnah kommuniziert.

Hintergrund

International Forum for Volunteering in Development (Forum)

FORUM ist das wichtigste globale Netzwerk internationaler Organisationen der Freiwilligenzusammenarbeit (IVCOs). Forum dient dazu, Informationen auszutauschen, Good Practices zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen dem Freiwilligen- und dem Entwicklungssektor international zu verstärken. Es fördert durch politisches Engagement, Voneinander-Lernen und Austausch innovativer sowie bewährter Vorgehensweisen den Nutzen der Freiwilligenarbeit für die Entwicklung. Forum ist ein ‚virtuelles‘ Netzwerk mit Mitgliedern aus der ganzen Welt, zu denen verschiedene Organisationen gehören, die sich für die internationale Entwicklung einsetzen, Nichtregierungsorganisationen ebenso wie staatliche Organisationen.

Freiwilligen Programm der Vereinten Nationen (UNV)

Das Frewilligen Programm der Vereinten Nationen (UNV) trägt durch Freiwilligenarbeit weltweit zu Frieden und Entwicklung bei. Gemeinsam mit unseren Partnern integrieren wir qualifizierte, hochmotivierte und gut unterstützte UN-Freiwillige in Entwicklungsprogramme und fördern den Nutzen sowie die globale Anerkennung von Freiwilligenarbeit. Das UNV wird vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) verwaltet. 2015 wurden im Rahmen des UNV 6.976 UN-Freiwillige zur Unterstützung der Entwicklungs- und Friedenseinsätze der Vereinten Nationen und anderer Partner eingesetzt. Diese UN-Freiwilligen kamen aus 153 Ländern, davon zu 82 Prozent aus Entwicklungsländern. 57 Prozent der Freiwilligen waren Männer und 43 Prozent Frauen. Etwa 1.598 Freiwillige waren jünger als 29 Jahre und 435 engagierten sich als junge Freiwillige gemäß der UN Youth Volunteer Modality. Die UN-Freiwilligen leisteten wertvolle Beiträge in 122 Ländern auf der ganzen Welt. Zusätzlich führten mehr als 11.000 Online-Freiwillige der UN 15.000 Einsätze über das Internet aus, um die Friedens- und Entwicklungsaktivitäten von UN-Organisationen, Regierungen und Organisationen der Zivilgesellschaft zu unterstützen.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein globaler Dienstleister im Bereich der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Als gemeinnütziges Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die deutsche Regierung – insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – sowie öffentliche und private Kunden in ca. 130 Ländern dabei, ihre Ziele der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen. Mit dieser Ausrichtung arbeitet die GIZ gemeinsam mit ihren Partnern an der Entwicklung effektiver Lösungen, die den Menschen positivere Zukunftsperspektiven bieten und ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern. Eine Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen ist der Einsatz von Entwicklungshelfern. Als Freiwillige mit fachlichem Hintergrund beraten Entwicklungshelfer staatliche Institutionen sowie Organisationen aus dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft auf lokaler und kommunaler Ebene. Schwerpunkte ihrer Beratungsleistung sind unter anderem die Verbesserung von Führungskompetenzen, organisatorische Exzellenz und kompetenzbasierte Schulungen in den Bereichen Demokratie und Bildung, die Förderung von wirtschaftlicher Entwicklung, Beschäftigung, ländlicher Entwicklung und effizienten Gesundheitssystemen, erneuerbare Energien, Klimawandel sowie zivile Konfliktbearbeitung. Die Förderung einer breiten Widerstandsfähigkeit in Gemeinschaften ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Einsätze vieler Entwicklungshelfer.

Kontakt

Freiwilligen Programm der Vereinten Nationen: Jennifer Stapper, Tel. +49 (0)228 815 2163, jennifer.stapper@unv.org

Deutsche Geselleschaft für Internationale Zusammenarbeit: Detlev Tenzer, Tel.  + 49 (0) 228 4460-1848, detlev.tenzer@giz.de