UN City Bonn

Grundsteinlegung für Erweiterung des UN-Campus in Bonn

(6. Oktober 2016, Bonn) Mit der heutigen Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau auf dem UN-Campus in Bonn gibt die Bundesregierung ein starkes Signal für den weiteren Ausbau der Bundesstadt zum UN-Standort. Mit der geplanten Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2020 werden auch das denkmalgeschützte „Alte Wasserwerk“ und das „Pumpenhaus“ an die Vereinten Nationen übergeben. Der Erweiterungsbau dient nicht nur dem UN-Klimasekretariat, sondern auch dem Klima - er wird als vorbildliches Gebäude im Passivhausstandard errichtet.

Mit feierlichen Worten erfolgten die Hammerschläge auf die Grundsteinplatte:

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumwelt- und Bauministerium: „Für das Bundesumweltministerium ist es eine großartige Entwicklung, dass Bonn als das wichtigste Kompetenzzentrum für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung weiter gestärkt wird. Mit dem Ausbau des UN-Campus schaffen wir die Basis für neues Wachstum. Die Welt braucht die Vereinten Nationen heute mehr denn je angesichts der globalen Herausforderungen in der Friedens- und Sicherheitspolitik und in der Klima- und Umweltpolitik, die das 21. Jahrhundert prägen werden.
Deutschland unterstützt die UN mit ganzer Kraft – das ist auch eine Botschaft, die von diesem Tag ausgehen soll! Jetzt gilt es, hier in Bonn die Vorgaben aus dem neuen Paris-Abkommen mit Leben zu füllen!“

Stephan Steinlein, Staatssekretär des Auswärtigen Amts: „Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element unserer Politik. Bonn selbst steht für Nachhaltigkeit. Durch den VN-Standort finden zahlreiche ehemalige Regierungsgebäude ein zweites Leben. Und nicht nur das: Nun kommt Nachwuchs. Der ‚Lange Eugen‘ bekommt einen Bruder! Der ‚Kurze Eugen‘ steht für Bonns Attraktivität als VN-Standort. Und die Familienplanung ist noch lange nicht abgeschlossen.“

Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimaschutzsekretariates und derzeitige Vorsitzende der Leiterinnen und Leiter der UN-Organisationen in Deutschland: „Mit iIhrer großzügigen Unterstützung für die Vereinten Nationen in Bonn, zeigt die Bundesrepublik Deutschland, ihre langfristige wie verlässliche Unterstützung für zur Umsetzung der Agenda 2030. In dem Sie uns sprichwörtlich den Raum und die besten Arbeitsbedingungen zur Verfügung stellen, leisten Sie einen außerordentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und damit natürlich auch für das Paris-Abkommen. Dies ist wichtiger denn je und ich bin mir sicher, dass sich hierdurch das Profil Bonns als international anerkannte Drehscheibe für nachhaltige Entwicklung weiter schärfen wird.“

Jürgen Gehb, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA): „Als Eigentümerin, Bauherrin und Facility Managerin leistet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen außerordentlichen Beitrag zum Gelingen dieses zukunftsweisenden Projekts.“

Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung: „Das neue Hochhaus auf dem UN Campus wird die Zielvorgaben Nachhaltigkeit, Sicherheit und Nutzungsflexibilität in hoher Qualität vereinen. Der Entwurf erfüllt in vorbildlicher Weise hohe Anforderungen an Gestaltung und Ökologie und wird als hochwertiges Gebäude im Passivhausstandard umgesetzt.“

Der Erweiterungsbau entsteht nach Plänen des Architekten Stefan Lippert und des Landschaftsarchitekturbüros ANNABAU, die 2013 in einem offenen internationalen Wettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Das Gebäude wird mit dem Ziel „Goldstandard“ des Bewertungssystems für Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) errichtet.

Das Hochhaus mit 17 Ober- und 3 Untergeschossen entsteht zwischen dem ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages und dem historischen „Alten Wasserwerk“. Außerdem wird das bestehende Logistikzentrum am Rheinufer erweitert. Der Bund investiert dafür insgesamt rund 72 Millionen Euro. Es ist geplant, dass 330 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen bis 2020 in einem hochwertigen vorbildhaften Gebäude im Passivhausstandard in ihre Büros mit Blick auf den Rhein einziehen werden.

Vor genau 20 Jahren wurde die Grundlage dafür gelegt, dass die Vereinten Nationen die Bundesstadt Bonn zu einem globalen UN-Zentrum für nachhaltige Entwicklung ausbauen konnten. Was 1996 als UN-Präsenz mit einer Handvoll Mitarbeitern begann, ist heute zu einem großen Standort der Vereinten Nationen mit 19 Organisationen und rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden. Zur weiteren Stärkung des UN-Standorts Bonn trägt die heutige Grundsteinlegung bei.
 

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